Jetzt gehts lohos!

Das Etwas in der Mitte des Bildes ist ein kleiner 1Watt – Audioverstärker. Gibts als Bausatz zum Selberzusammentüdeln. Es markiert den Anfang vom Ende, den Beginn einer langen Zeit ungenügenden Schlafes und nächtelangen Lötens, einer Zeit der groben Vernachlässigung sozialer Kontakte und des eigenen Erscheinungsbildes. Mit viel Optimismus gesehen ist dies aber sozusagen die erste Stufe einer steilen Treppe von deren oberen Ende der Eichhorn 3000 winkt, und das sollte die Entbehrungen wert sein!
Näheres dann später.

Unterwegs mit Freunden

Kaum wieder zu Hause, schon hat das echte Leben mich aufgesogen und mit anderen Belangen belagert. Hier nun mit etwas Verspätung der dritte und letzte Teil unserer gemeinsamen Reise:

19.11.2009 Würzburg, Posthalle

Wieder müssen wir früh raus, der Weg ist weit. Es ist herrliches Brian May – Wetter und lange geht es durch idyllische Postkartenlandschaft. Unten, in den Tälern, lümmelt noch faul der Nebel, wir aber fahren ja oben, auf dem Berg, wo die Sonne scheint, so dass die Menschen unten im Tal sicher denken: da oben ist Sonne, während wir hier oben auf dem Berg denken: da unten ist Nebel. Bis wir schließlich selbst in selbigen fahren und dort sind seltsam körperlose Stimmen zu hören, die mit süßlich-traurigem Singsang von unbekannten Welten erzählen, weit entfernt und doch so vertraut! Zeit für eine Pause. Und wie in Bayern üblich werden wir, kaum dass der Motor abgestellt ist, von unfreundlichen Zivilpolizisten schleiergefahndet. Den Rest der Fahrt verbringe ich im Schlaf.
Die Posthalle befindet sich am Bahnhof, so hinten unten, in einer Gegend, die geeignet erscheint, für nächtliche Treffen an mit Feuer gefüllten Tonnen genutzt zu werden. Der rauhe Charakter wird bestätigt, innen ist es groß und kalt und im Backstageraum riecht es ohne Übertreibung nach einem toten Tier oder einer alten Kacke. An der Wand hängt die Running Order der letzten Veranstaltung: neun (9!) Metal-Bands. Am Stück wohlgemerkt. Ein Zusammenhang?
Ich kann mir kaum vorstellen, dass in dem riesigen Konzertraum nachher irgendwie Stimmung aufkommen soll, obwohl er ja auf die zu erwartende Größe hin abgehangen wurde, bin aber wirklich überrascht, wie viel mit ein bisschen buntem Licht und Musik angestellt werden kann. Das Gemüt ist so leicht zu betrügen! Dem Konzert später würde ich mal das Prädikat solide verleihen. Ordentlich, ohne Vorkommnisse. Danach geht es ins Hotel, ich mach mich mit dem Geschmack von Kalamansi vertraut und gehe dann schlafen.


Kurze Rast am schönsten Ort der Welt.


Würzburg.


Nur noch mal zum Beweis.

20.11.2009 Weinheim, Café Central

Der Tag fängt sehr gut an. Mit Absicht (!) verschlafe ich das Frühstück, lasse mich aber von Mathias zum Besuch einer Schwimmhalle überreden. Herrlich. Mit älteren Damen Bahnen ziehen, ausgiebigen Gebrauch von der Rutsche machen, sich gegen die Schrecken des Außenbeckens behaupten, für jeden ist etwas dabei. Es gibt auch wasserwerferartige Massagestrahle, die mich allerdings ohne weiteres umhauen, während der dicke Mann neben mir sich keinen Zentimeter zu rühren scheint. Wir schaffen es anschließend kaum wieder den Berg zum Hotel hoch, die Abfahrt verzögert sich etwas.
Über Weinheim und das Konzert muss nicht viel gesagt werden. Es ist sicher das egalste auf dem ganzen Abschnitt.
Mathias, Nino und ich begeben uns nach Mannheim. Dort findet eine Absolventenparty der Popakademie statt, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Wenn das allerdings kurz- bis mittelfristig die Elite des hiesigen Musikgeschäfts sein soll, dann sind Zweifel angebracht. Wir stellen uns mehreren Personen als Talentscouts vor, die Reaktionen in der Regel: nervöses Rumgestammel, echt? Mist, die CDs seien ausgerechnet in der anderen Tasche, man könne aber wirklich gleich morgen früh auch eine Mail mit Links schicken, versprochen. Und Entschuldigung noch mal. Zum Glück ist der Spuk bald zu Ende. Fiete ist übrigens auch in der Stadt und auf Krawall aus. Wir folgen also allen in eine Eckkneipe mit dem vielversprechenden Namen Rhodos und lassen die Dinge geschehen: Tischdeckentrick, Gardinen ankokeln, entblößte Gesäße zeigen, anderen Leuten vom Teller essen usw. usf. das kann man sich ja alles vorstellen. Mehrfach wird uns gegenüber betont, wie geil es doch sei, mit Berlinern am Tisch zu sitzen. Es muss öde sein, in dieser Stadt zu leben, wenn das schon ausreicht, mitten in der Nacht alle Freunde anzurufen, um ihnen das mitzuteilen.
Für uns endet der Abend in der WG von Kiki Cool mit einem großen Topf Nudeln mit Tomatensoße – zubereitet von Spindler und Klatt übrigens – und der tiefen Befriedigung, mal wieder zusammen was schönes unternommen zu haben.


Überladen?


Die Stimmung in Mannheim ist kurz vorm Explodieren.


Alle dabei.


Spindler und Kiki und Klatt am Herd.

21.11.2009 Erfurt, Centrum

Pese ist so freundlich, uns morgens abzuholen. Wir treffen die anderen in Weinheim und die sehen auch nicht wesentlich mehr erholt aus als wir. Also nach Erfurt, letzter Termin auf diesem Stück. Eigentlich hat niemand besonders hohe Erwartungen, umso erfreulicher, dass der Abend richtig spitze wird. Das Publikum ist auf Draht, singt alles mit, ist begeistert und begeistert auch die Band. Ein schöner Abschluss für mich, wenn auch mit Wehmut gemischt, wie eigentlich immer an einem letzten Tourtag.
Das eigentliche Ende ist still und unglamourös. Abbau, Einladen und dann geht es in eine wirklich sehr wesentliche Apartmentwohnung irgendwo in einem äußerst depremierenden Ausläufer der Stadt.
Danke Jungs, nur noch mit Euch.


Müde: der Autor.


vorher/nachher


So sieht das Ende aus.


Nein, Entschuldigung: So.

Und damit endet dieser Bericht. Die verbleibenden Daten begleitet mein guter Freund Uwe – bekannt und beliebt aus der bekannten und beliebten Rubrik “Nachricht an Uwe” – die Band.

Unterwegs mit Freunden

Leute, wir sind immer noch auf der Straße! Aber lest selbst:

14.11.2009 Innsbruck, Weekender

Es geht in unser schönes Nachbarland. Die Wiesen sind immer noch von sattem Grün, die Berge groß, dunkel, schneebedeckt, niedliche Häuschen säumen den Weg und Menschen winken uns zu: Wir fahren durch das traumhaft sorgenlose Leben einer Modelleisenbahnplatte. Das erste Ziel darauf lautet Innsbruck. Im Weekender war ich im Frühjahr schon einmal mit jemand anderem und sah an jenem Abend ein Konzert, dass es locker in die Jahres-Top3 schaffen kann, wenn nichts unerwartetes mehr passiert. Ich habe also gute Erinnerungen.
Diese werden auch nicht enttäuscht. Das Konzert geht mit Gefühl über die Bühne und hat wirklich tolle Momente. Aber die Leserinnen und Leser interessieren sich sicher mehr für das danach, nicht wahr? Und das ist durchwachsen. Im Weekender scheint es dem Ende zuzugehen. Es gibt eine hochmotivierte Partyfraktion, aber mir wäre eher nach einem kleinen Abendspaziergang nebst Snack und ich finde in Mathias einen Verbündeten. Auf dem Weg in die Altstadt kommen wir an einer Situation vorbei: Jemand liegt zusammengekrümmt auf einer Fußgängerinsel. Darum herum einige aufgeregte Passanten und zwei Polizisten, die das ganze gerade grimmig auf ihren Formularen festhalten. Mathias fragt einen der beiden, ob es denn wohl hier in der Gegend noch irgendetwas zu essen gäbe und ich bin sicher, wir entgehen nur knapp einer Verhaftung. Wir finden jedenfalls einen letzten offenen Imbiss und ich bestelle, was aus den verfügbaren Zutaten noch rauszuholen ist: Rohkost, in einen Wraprohling gewrapt. Eine traurige Mahlzeit. Immerhin verhandelt Mathias in meinem Namen einen spürbaren Preisnachlass. Inzwischen ist es zwei Uhr geworden und die Menschen müssen nach Hause, durch die Straße zieht eine lose Perlenschnur verwelkter junger Leute, bis an die Hutschnur betankt und deutlich auf der Suche nach Schnickelschnackelei oder Nahrung, inzwischen jeweils egal welcher Qualität. Auf dem Weg zu unserem Hotel kommen wir wieder am Weekender vorbei, von wo aus sich in diesem Moment lärmend der noch verbliebene Teil unserer Reisegruppe aufmacht. Michel hat von einem legendären Club gesprochen, in dem 15jährige Schulmädchen versuchen würden, verhärmte und alt gewordene Snowboarder aufzureißen. Klingt wirklich interessant, aber ich habe nicht mal eine Sonnenbrille. Ab ins Bett.


VJ! in Österreich (Detail)


Im Hotel: Der alte Spaß funktioniert noch immer! Na, die werden Augen machen!! LOL, ach was sag ich, ROFL!!!

15.11.2009 Graz, Orpheum

Es geht empfindlich früh weiter. Angelo betritt während des Frühstücks zum ersten mal das Hotel (Fußweg vom Club übrigens nicht mal fünf Minuten). Er hat mit der Supportband noch ein Bier getrunken und ist dabei eingeschlafen bzw. hatte die Feiergruppe versprochen ihn auf dem Heimweg dort abzuholen und etwas ging schief. Hauptsache ist ja aber, dass alle da sind, wenn der Bus losfährt. Wir halten unterwegs an einer in Deutschland liegenden Raststätte, eine günstige Gelegenheit für ein günstiges Telefonat. Zufällig gibt es dort auch vegane Spekulatius; die erworbene Packung wird den Abend allerdings nicht mehr erleben.
Worum ging es noch mal? Ach ja, Konzerte. Es mag am Wochentag liegen, vielleicht am Alter, an zu viel oder zu wenig Routine: Diesen Auftritt hätte man sich sparen können. Kraftlos, müde, voller kleiner und nicht ganz so kleiner Pannen und Unzulänglichkeiten bei allen. Ächz, keuch, hechel. Am besten schnell alles in die Kisten und dann ab in die Kiste (na ja Entschuldigung; ungefähr auf diesem Esprit-Level muss man sich das vorstellen).

Nicht mal ein Foto gemacht. Konnte mich nicht dazu aufraffen. Uff.

16.11.2009 Wien

Ein freier Tag, wir fahren nach Wien. Auf dem Weg dorthin wird der Himmel immer grauer und dunkel. Gleichzeitig wird die Dichte an Kränen, klobigen Industriefahrzeugen und anderen groben Gerätschaften links und rechts am Wegesrand immer größer, die sich unheilvoll und düster ins Panorama fläzen. Ein bisschen fühlt es sich an, als würden wir uns nach Mordor begeben…
Wir checken im Hotel ein und streunen auseinander. Ich für meinen Teil gehe Wäsche waschen und lasse mich nach einer leckeren Mahlzeit für mehrere Stunden durch die Straßen treiben. Es muss schon sehr spät geworden sein: für diese Jahreszeit entschieden zu leicht gekleidete Damen aus allen Ländern der Welt winken einladend aus Schaufenstern heraus und an fast jeder Straßenecke fragt jemand: Na, Süßer?

17.11.2009 Wien, Flex

Käme Mad Max zu Besuch nach Wien, so wäre er sicher früher oder später im Flex anzutreffen. Alles ist irgendwie aus klumpigen Metallelementen zusammengeschweißt und mit einer stattlichen Patina besetzt. Aber: es funktioniert. Und: es ist geladen. Aufbau und Soundcheck gehen sehr schnell, es folgen eine Flasche Makava (endlich!) und ein Spaziergang für mich. Später folgt natürlich unausweichlich: ein Konzert. Und das gelingt heute fabelhaft. Das Publikum muss zwar erst ein bisschen warm und locker gemacht werden, aber es ist ja – um mal bei Mad Max zu bleiben – nicht ungefährlich, zu früh die Fassade fallen zu lassen und Gefühle zu zeigen. Am Ende werden sich aber doch noch alle einig.
Danach passiert nicht mehr so viel. Die zwei vielleicht am meisten herausragenden Ereignisse: Es ist unheimlich schwierig, einen Parkplatz für den Bus zu finden. Und: Nino wird auf dem Heimweg seiner Brieftasche beraubt.


Großes Herz: Angelo.


Zur Abwechslung mal ein normales Tourbild: VJ! live in Wien.


Keine schlechte Idee. Vielleicht.


Glück gehabt: Gerade noch so innerhalb der Fairness Zone…

18.11.2009 Wien

Jeder macht und isst, was er will. Einen ganzen Tag lang.

…ein paar Tage liegen noch vor uns. Mal wieder reinzuschauen lohnt sich!

Unterwegs mit Freunden

Hin und wieder gehe ich der Beschäftigung des Backliners nach – früher sagte man Roadie dazu, das kam aber irgendwie aus der Mode, wahrscheinlich wegen des damit verbundenen schlechten Rufs und der für Servicetätigkeiten fehlenden Seriösität; einigen wir uns trotzdem einfach auf Roadie – eine ziemliche einerseits-andereseits-Angelegenheit. Andererseits steht niemand gern in anderer Herren Dienst, einerseits jedoch kommt man ein bisschen rum. Und das im besten Fall mit Freunden. Wie zum Beispiel immer wieder Virginia Jetzt!, die momentan mit ihrem neuen Album “Blühende Landschaften” durch verwelkende Landschaften fahren.
Dies sei ein lückenhafter Bericht.

11.11.2009 München, Backstage

Treffpunkt ist sinniger- und klassischerweise am Proberaum und selbstverständlich viel zu früh. Ungemütlich liegt nass und kalt der Nebel über dem Gelände und gestattet dem sich Nähernden, also mir, nur nach und nach den Blick auf das Fahrzeug, das verlassen auf einem einsamen Parkplatz usw… Etwas vorgespult: Lange Fahrt, stressiger Aufbau/Soundcheck, wie immer zu wenig Zeit, bla bla. Ich lasse mir endlich mal die Funktionsweise einer sog. DI-Box erklären, vergesse aber wieder sofort alles wesentliche. Was ja auch egal ist. Ich muss nur wissen, wo die Dinger liegen, und was reingesteckt wird.
Das Konzert ist dann sehr schön, sehr zurückgelehnt (laid back, für die Muckerärsche unter den Leserinnen und Lesern) und persönlich. Glück strahlt den Anwesenden aus den Gesichtern und zurück zumindest auf mich. Was mir ja reicht. Beim Abbau erzählt mir Franz, der Lichtmann, dass Brian May keine Effektpedale benutzt hätte. Lediglich hätten Gain- und Volumeregler seines Vox-Verstärkers auf 12 (!)(?) gestanden und den Rest hätte er mit dem Laustärkeregler und den 3hoch9 möglichen Einstellungen der zahlreichen anderen Knöpfe an seiner Gitarre erledigt. Zum Beweis zeigt er mir kurze Zeit später ein mit Hilfe seines Telefons im Internet gefundenes Foto des besagten Instrumentes. Tatsächlich: Ziemlich viele Knöpfe und schalterähnliche Schalter! Meine Verblüffung ist zu 50 Prozent echt.


Säge und Schwanz benutzt man immer ganz.


Mülltrennung für Faule.


Bitte die Spaghetti mit Tomatensoße, aber bitte ohne Parmesan… Ja genau, ohne Parmesan bitte… Nein, bitte komplett ohne Käse… Genau, einfach nur mit Tomatensoße.

12.11.2009 Nürnberg, Hirsch

Zunächst führt uns das Schicksal nach Erlangen zum dortigen Campusradio. Dort wird die Band mit einem skurrilen und mäßig vorbereiteten Interview konfrontiert und darf anschließend in einem übermäßig für ein [Realtivehoheeinstelligezahl]punkt[Anderezahl]-Soundgenuss mit sehr vielen Lautsprechern ausgestatteten Aufnahmestudio noch zwei mit akustischen Instrumenten gespielte Stücke für die Ewigkeit festhalten. Das geht zu Ungunsten des Zeitplanes, weswegen der Soundcheck wieder etwas hastig wird. Schnell noch essen und ab geht die Post: Sauber abgeliefert, würde ich mal sagen. Aus Roadiesicht: ein paar vermeidbare Kleinigkeiten wie: Gitarrenverstärker nicht angeschaltet; merke ich mir für morgen.
Angeblich hat ja Brian May den Käse erfunden. Milchgerinnung durch leichtes Drehen am Trebleboost. Sonst passiert wenig.


Circuitbending oder Coding? Sich nicht sicher: Angelo.


Künstler erklärt Crew seine Vorstellungen.

13.11.2009 Regensburg, Heimat

Kurzer Weg nach Regensburg. So klein und niedlich die Stadt ist, so ist auch das sog. Venue. Mit all den sog. Cases ist es bereits gut gefüllt und das bedeutet ja meistens, dass es …interessant wird. Zumindest in technisch-logistischer Hinsicht, aber damit will ich nicht langweilen. Sagen wir einfach: es funktioniert irgendwann alles.
Band und Publikum stehen sich ebenerdig gegenüber, was ich persönlich sehr mag. Das Konzert macht mir trotzdem keinen so großen Spaß. In meiner Besenecke kommt irgendwie nichts an. Aber heute geht es ja mehr um das danach. Westbam ist in der Stadt, jemand hat Gästeliste klar gemacht, also nichts wie hin! Nach dem Support-DJ fängt der Meister auch sehr vielversprechend an, ich freue mich auf eine richtig schön knarzige Abfahrt. Allerdings nimmt uns der Meister mit auf viele ausgedehnte Filterfahrten, denen, von kurzen Vollgaspassagen unterbrochen, weitere ausgedehnte Filterfahrten folgen. Auch ich finde es natürlich super, wenn die Bassdrum endlich reinkommt, aber ich würde auch gern mal länger als eine Minute tanzen, für alles andere fehlt mir – ich muss es zugeben – das nötige Level an Rauschgift.
Zermürbt gebe ich auf und begebe mich auf den Nebenfloor. Dort ist es zwar viel zu leise und die Reise geht offenbar nur durch Presets, aber immerhin mit Kontinuität. Außerdem ist es dort schön leer. Die Freude darüber ist jedoch nicht dauerhaft, ich habe nicht an die Gravitation der Betrunkenen gedacht: man könnte sich ganz allein im Raum befinden, hereintorkelnde Druffis würden einen in jedem Fall anrempeln. Und ein provozierendes Gesicht dazu machen. Als ich mich in ausgeschmückten Gewaltphantasien ertappe, beschließe ich zu gehen. Nino, der schon weit drüber ist, klemme ich mir unter den Arm und Michel, der Tourleiter, kommt ebenfalls mit uns. Es ist gerade mal vier. Das haben wir uns alle anders vorgestellt…


Heimat. Regensburg. Rechts die Bühne, links der Zuschauerraum, in der Mitte unbehandelte Konzertrohlinge.


Der Autor braucht Beruhigung.


Ein VJ-Konzert aus meiner Perspektive.


Wenigstens hatte der Bahnhofsdöner noch geöffnet.

…wird natürlich fortgesetzt!

Spaß muss sein

D.I.Y.-Kapodaster

Ein Kapodaster ist etwas, das selten benutzt wird und noch seltener zur Hand ist. Wie gut, dass man sich zu helfen weiß, wenn (zum Beispiel bei der Backliner-zu-Backliner-Tourübergabe) doch mal einer vonnöten ist. Stolz präsentieren wir also den:

D.I.Y.-Kapodaster

Gebraucht werden:
- ein Holzlineal (oder ein anderer länglicher und fester Gegenstand)
- eine Schraubzwinge
- in unserem Fall – weil das Lineal breiter als ein Bund ist – ein flexibles Lineal fürs punktgenaue Abgreifen (oder ein anderer schmaler, länglicher und einigermaßen fester Gegenstand)
- ein Freund zum Festhalten (so oder so)

So geht es:
- flexibles Lineal kurz vorm gewünschten Bundstäbchen anlegen
- Holzlineal drüber (verleiht Stabilität)
- mit der Schraubzwinge fixieren

Und schon kann es losgehen mit äh wozu immer das auch gebraucht wird (in unserem Fall das Lied “Leise gehen” von Virginia Jetzt!).

Vorteile:
- alle Teile sind sowieso vorhanden
- sieht saucool aus
- Anschaffung von teurem Extraequipment nicht nötig
- funktioniert in jedem Bund!

Nachteil:
- Gitarre wird etwas kopflastig

Möglichkeiten

Ich glaube, es ist so eine Art F-Tsch-Chqu-&%-Wumm-Apparat.
Könnte mir gut vorstellen, diese raffinierte Art der Regelung von äh Angelegenheiten für den Eichhorn 3000 zu klauen…

Was mir Freude eher: Sorge bereitet

Und das mitten in Europa…

Kleiner Weckruf

Zum Wiederwarmwerden.
Na Leute, welche Stadt?