Joni macht Ernst | Tapes Taping Tapes

Mein Kumpel Joni will es wissen. Er hat sein Studium geschmissen, seinen Job gekündigt und ist bei seiner Band Ter Haar ausgestiegen, hat sein Premiere-Abo gekündigt sowie die Mitgliedschaft im ADAC und in der Fitness Company, hat das Kricket-Team verlassen und ist aus seiner Synchronschwimmmannschaft ausgetreten, hat seinen Fernseher bei der GEZ abgemeldet (Radio nicht, das muss schon noch sein), geht nicht mehr aus zum Essen, sondern kocht - wenn überhaupt - selbst, und dann auch nur Suppe oder Nudeln, wechselt die Bremsbacken am Fahrrad nur noch jede zweite Saison, hat sich schweren Herzens noch keine Jahreskarte für 2010 für den Britzer Garten gekauft und verzichtet in diesem Jahr sogar auf die Weihnachtssonderfahrt im historischen S-Bahn-Zug.
Und warum? Einzig und allein, um sich nicht mehr unnötig ablenken und aufhalten zu lassen und alles an Energie und Kapital in seine einzige Passion zu stecken: Tapes Taping Tapes, sein neues Kassettenlabel.
Jn Fischer Erf sagt: Hut ab und Glück auf.
(TTT #01 ist übrigens ein Split - Tape von und mit Robotron und Gtuk mit schönem, selbstgemachtem Siebdruckcover und in diesem Moment rauscht sicher zu Recht die sicher ausschweifende Feier dazu nur wenige Straßen von hier entfernt.)
Mit Kleinigkeiten große Freude bereiten

Leute, bald ist Weihnachten, das Fest der Liebe. Und wenn schon nicht den ganzen Rest des Jahres über, dann ließe sich doch wenigstens jetzt und wenigstens kurz an Freunde, Verwandte, Arbeitskollegen und andere denken und zwar mit positivem Grundtenor! Warum nicht die Gelegenheit nutzen und völlig old school eine Weihnachtskarte versenden? Und zwar nicht irgend eine, sondern eine offensichtlich selbst gebastelte!
Und weil Zeit ein knappes Gut ist, hat Jn Fischer Erf schon mal die Konzeption und Gestaltung unseres kleinen Projektes übernommen. Unter drei fröhlichen Motiven (winterlicher Baum, vergnügter Schneemann und Festschmaus) ist sicher für jeden etwas dabei. Das dann auf ein schönes Papier drucken, auf die Rückseite dann die Rückseite und darauf dann einen herzlichen Text. Und wem da jetzt gar nichts einfällt: sicher gibt es dafür Mustertexte im Netz.
Also, los geht’s! Es sind nicht mal mehr zwei Wochen. Schließlich freut sich sich doch jeder über Post!
Jetzt gehts lohos!

Das Etwas in der Mitte des Bildes ist ein kleiner 1Watt - Audioverstärker. Gibts als Bausatz zum Selberzusammentüdeln. Es markiert den Anfang vom Ende, den Beginn einer langen Zeit ungenügenden Schlafes und nächtelangen Lötens, einer Zeit der groben Vernachlässigung sozialer Kontakte und des eigenen Erscheinungsbildes. Mit viel Optimismus gesehen ist dies aber sozusagen die erste Stufe einer steilen Treppe von deren oberen Ende der Eichhorn 3000 winkt, und das sollte die Entbehrungen wert sein!
Näheres dann später.
D.I.Y.-Kapodaster
Ein Kapodaster ist etwas, das selten benutzt wird und noch seltener zur Hand ist. Wie gut, dass man sich zu helfen weiß, wenn (zum Beispiel bei der Backliner-zu-Backliner-Tourübergabe) doch mal einer vonnöten ist. Stolz präsentieren wir also den:
D.I.Y.-Kapodaster

Gebraucht werden:
- ein Holzlineal (oder ein anderer länglicher und fester Gegenstand)
- eine Schraubzwinge
- in unserem Fall - weil das Lineal breiter als ein Bund ist - ein flexibles Lineal fürs punktgenaue Abgreifen (oder ein anderer schmaler, länglicher und einigermaßen fester Gegenstand)
- ein Freund zum Festhalten (so oder so)
So geht es:
- flexibles Lineal kurz vorm gewünschten Bundstäbchen anlegen
- Holzlineal drüber (verleiht Stabilität)
- mit der Schraubzwinge fixieren
Und schon kann es losgehen mit äh wozu immer das auch gebraucht wird (in unserem Fall das Lied “Leise gehen” von Virginia Jetzt!).
Vorteile:
- alle Teile sind sowieso vorhanden
- sieht saucool aus
- Anschaffung von teurem Extraequipment nicht nötig
- funktioniert in jedem Bund!
Nachteil:
- Gitarre wird etwas kopflastig
