Großer Jn Fischer Erf – Adventskalender: Nachtrag

Hier noch mal die praktische Zusammenfassung.

Neue Bücher

Der Himmel hat ‘ne Mütze auf
Warum nicht mal wieder eine schöne Sammlung geselliger Lieder? Diesmal ist für wirklich alle etwas dabei, das hier ist – wie unser Kumpel Tobi Siebert zu sagen pflegt – für die Rampe. Mit garantiert zündenden Gassenhauern wie “In diesem Gummi ist kein Schnips mehr” oder “Ich hab noch Fit am Schwamm”. Die langen Winterabende bei gepflegtem Biere können kommen. Und das Weihnachtsgeschäft auch!

Joseph und Mario
Erste Versuche in einem anderen Segment: Bunte Zeitschriften / Lifestyle, Politik, Soziales. Dies hier ist – Ihr ahnt es – ein christliches Gay-Magazin.

Mein weit ausgeschnickenes Nitti
Lammlung Vrustiger Serspecher.

Die Maus mit den Käsefüßen
Inhalt egal, oder? Ha! Alter! Die Maus mit den Käsefüßen!!

Neue Bücher

Sommerzeit, Urlaubszeit. Und womit vertreibt man sich die endlosen Tage in der Börde am besten? Na klar, mit Schmökerei. Hier mal als Angebot ein paar echte jetzt-schon-Klassiker aus eigener Herstellung.

Das Krokodil mit der Hasenscharte
Was für die Kleinsten. Inhalt leicht zu erraten, läuft auf den genreüblichen Wegen stur und ziemlich schnörkel- und gnadenlos auf die zu erwartende Moral hinaus. Sicher keine Sternstunde, aber der Kühlschrank füllt sich ja nicht von allein. Immerhin mit drolligen Zeichnungen im Tuschkastenstyle und insgesamt im Recyclingpapier-Look (natürlich nicht in echt, ist ja viel zu teuer, hahaha!).

König Kuschelbart
Auch hier ziemlich genau das, wonach es sich anhört. Schielt natürlich ganz klar auf die filmische Verwertung.

Schinkensteins Bruder
Da gibt’s n Typen. Schinkenstein. Der hat einen Bruder. Um den geht’s.

Der die Fresien nicht roch
Sehr dicke und wirklich sehr zu Herzen gehende Schwarte, die sich in ruhigem und zurückgenommenem Ton an kultureller Identität und dem Verlust derselben abrackert. Zerbrechlichkeit der Erinnerung, kollektive Schuld, Tradition, Zwang, Entfremdung usw. Trotzdem aber doch voller Wärme, Liebe und klugem Humor.
Wie man sich vorstellen kann, war es ein harter Kampf mit dem Verlag, den Umfang und vor allem den Titel des Buches durch zu kriegen. Dessen Vorschlag war: “Kaltes Vergessen”.

Der rechte Mops
Erotische Geschichten aus der Naziszene.

Neue Bücher

Hey Leute, die zurückliegende Funkstille war nicht umsonst: Es gibt neue Bücher! Legen wir gleich mal los.

Der Medusenkopf im Schnellkochtopf
Märchen, Sagen und Erzählungen aus aller Welt, zusammengedampft (!) auf das Wichtigste und kurz und knackig erzählt. Alles was man wissen muss ohne das ganze Geblubber. Großes Buch, wahrscheinlich A4 oder so, eine Geschichte pro Seite und auf der gegenüberliegenden Seite ein passendes Bild. Entweder eine schöne Illustration oder was zum Ausmalen. Mal sehen.

Pegelstände der Liebe in den Fluten der Leitenschaft
Was das nun sollte, kann sich der Autor auch nicht mehr erklären. Eigentlich der Versuch, auch mal was mit Wissenschaft zu machen und der Frage nachzugehen, wie viel echtes Gefühl denn nun tatsächlich so im Schnickischnacki zuhause ist. Driftet aber ziemlich schnell ganz gefährlich in Richtung fadenscheiniger Allgemeinplätze und Pausenhofesoterik ab und zerfranst dann vollkommen. Wirklich kein Vergnügen zu lesen und wurde zu Recht völlig zerrissen und verlacht. Ein echter Tiefpunkt. Allerdings sehr viele tolle Balken- und Kuchendiagramme in unterschiedlichen Farben.

Sehnsucht nach Maggi
Je nachdem, wie man will.

Dicke Frauen in dicken Autos
Bildband.

Eine Schaluppe legte an
Starker Titel, oder? Da muss man schlucken. Und überlegen. Zumindest kann man einigermaßen darauf bauen, dass wohl die meisten Leute unter 50 und grob südlich der Tangente Oldenburg-Parchim-Prenzlau zunächst Vatis Brockhaus aus dem Regal ziehen müssen. Und dann ist eigentlich alles möglich. Eine gut geschmierte Seemannsliedersammlung zum Beispiel.

Der Applaus Gottes
Das wurde auch Zeit: eine Autobiografie. Jedoch nicht chronologisch sondern so ganz sympathisch-chaotisch in scheinbar ungeordneten Episoden voller Esprit und frechem Witz (frech und witzig jeweils so, wie die Damen aus dem Teleshop das benutzen, um zum Beispiel auf besonders große Knöpfe aufmerksam zu machen). Es wird erzählt, wie ich im Ferienlager mal einen Zloty verschluckt habe. Oder wie ich im Abi in Deutsch eine 1 geschrieben habe, obwohl ich die Buddenbrooks gar nicht gelesen hatte. Oder wie ich als 12-jähriger in Gera im Warenhaus eine sehr große Packung Streichhölzer zum Kokeln erwerben konnte mit der Geschichte, mein Vater baue Schiffe daraus, habe sich aber ein Bein gebrochen und könne momentan nicht aus dem Haus gehen. Oder, um beim Thema zu bleiben, wie ich mal versuchte, ein Bon Bon anzuzünden und wie groß erst meine Augen und dann die Blase auf dem Handrücken wurde, dort, wo die flüssig gewordene Süßigkeit sich niederzulassen gedachte. Oder wie ich mal den Sportbeutel vergessen hatte und dann im Schlüppi mitmachen musste. Oder wie ich auf Klassenfahrt beim Abendbrot heimlich die Kappe vom Salzstreuer lockerte und ihn dann unbemerkt an seinen Platz auf dem Tisch zurückstellte. Oder wie im Kindergarten Sabine sich bei mir erkundigte, ob sie mir mal ihr da-unten zeigen solle, ich bejahte, mich selbst dann aber zum Glück nicht entblößen musste. Oder wie ich mal mit der Straßenbahn schwarz gefahren bin, indem ich nur so getan hatte, als würde ich die 10 Pfennig in die Box werfen, gleichzeitig den Hebel bediente, somit die Münzen meiner Vorgänger zum Klimpern brachte und mir auf diese Weise trotzdem einen Fahrschein erschlich ohne das Misstrauen der anderen Fahrgäste zu wecken (und die Sache nicht aufflog!). Oder wie ich im Schrebergarten mal den Wasserschlauch zusammenkniff als mein großer Bruder gerade den Rasen sprengte. Und so weiter und so fort. Das ganze mit vielen tollen Fotos, packenden Hintergrundinfos und zahlreichen Kommentaren von Familie, Freunden und einigen mäßig prominenten Personen, die der Verlag noch mit drin haben wollte.

Unna

Hier wusste ich nicht so.

Haarig

Langeweile hat viele Gesichter. Ich kann wirklich nicht sagen, wie es dazu kam, aber es ließ sich nicht mehr stoppen. Und da es bei der Jn Fischer Erf immer auch ums Durchziehen geht, auch und gerade in aussichtlosen Angelegenheiten, gibt es nun kein Halten mehr.
Beeindruckend ist allerdings andererseits, wie viel langsamer der Geist wird, je schneller das Auto fährt und je länger der Weg ist. Bei über 400 km wäre doch auf Seiten der Quantität eigentlich noch wesentlich mehr drin gewesen, oder nicht? Doch seht selbst…

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Haare an den Ohren
gehören abgeschoren.

Haare auf den Zähnen
sieht man erst beim Gähnen.

Haare auf dem Knie
mochte ich noch nie.

Haare auf den Zehen
regulier’n das Gehen.

Haare auf den Schultern
sieht man gern beim Sultan.

Haare in der Nase:
das war nur ne Phase.

Haare vorn am Schienbein
könn’ von mir aus dableibn.

Haare unterm Fahrradhut
sprießen nicht mehr ganz so gut.

Haare in der hohlen Hand:
nicht gern gesehen im ganzen Land.

Haare an der Autobahn
sieht man nur beim Langsamfahrn.

Haare auf der Apfeltorte:
Riesenfrechheit, ohne Worte.

Haare in der Kürbissuppe;
ich nehm Pommes, is mir schnuppe.

Haare an der E-Mail dran
gibts erst in 100 Jahren dann.

Haare schick ich meiner Bank,
einfach so, als kleinen Dank.

Haare als Good-Bye-Geschenke:
sind nichts, woran ich gleich denke.

Haare an der Kanzlerin;
politisch hat das keinen Sinn.

Haare drin im Westpaket,
nicht sehr schön, aber geht.

Haare überm Arschgeweih
könn’ nichts verschlimmern. Einerlei.

Haare, wo die Wurst herkommt,
werdn mit Klümpchen meist verplombt.

Haare rund um das Gemächt
sind im Winter gar nicht schlecht.

Haare dran am Steifen
kann ich nicht begreifen.

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Und jetzt Du!

Wieder neue Bücher

Für die Wartezeit bis zur Riesenfotodoku der Riesensommerabfahrt der Jn Fischer Erf hier die neuesten Büchers:

Der charmante Schamane
Einstand beim Bastei Verlag o.ä. Höchstens 200 Seiten, große Schrift, auf den Punkt. Frau von Mann verlassen (oder nein, zu schwierige Konstellation schon am Anfang, äh, er ist beim Reit Autounfall ums Leben gekommen). Sie traurig, also Weltreise. Interessante Orte, faszinierende Menschen, exotische Erotik / erotische Exotik. Und na ja den Rest kann man sich denken.
Je nachdem, wie viele von ihren Weltreisefreundinnen oder von seinen Schamanenfreunden unbedingt auftauchen müssen, um die Handlung voranzutreiben, gibt es dann natürlich entsprechend viele Hochzeiten am Ende.

Vollmond in Istanbul
Weiß noch nicht so genau. Auf jeden Fall was brisantes. Der Titel an sich ist ja schon ein Pulverfass.

Nüchtern durch Sibirien
Abenteuer.

Neue Bücher.

Der Rugby im Eiffelturm
Klassischer Krimi. So richtig mit Regen, Trenchcoat, Verfolgungsjagd, Lupen, Löchern in Zeitungen und dem Schatten eines sich drehenden Ventilators an der gegenüberliegenden Wand. Fortsetzungen möglich (und geplant…)…

Eingangstür ins Nichts
So in etwa wie Sofies Welt. Nur viel kürzer. Uff.

Die Rouge Zone
Ist so eine Geschichte, in der eines dieser buntgemischten Himmelfahrtskommandos ein paar von der Regierung vergessene Elitekämpfer aus der Gefangenschaft von gemeinen Terroristen befreien muss. Irgendwo in einem namenlosen Dschungel. Das ganze aber als Erotik. Ist dann auch gleich ein neues Genre: Befreiungserotik.

Der Veganer mit der Fliegenklatsche
Aphorismen.

und hier noch der Todesstoß

Es war mal einer, der hatte Durst
und erhältlich war nur Wurst.
Doch Salami und Schinken
kann man nicht trinken.
Er ärgerte sich urst.

Nimm dies, unbekannter Petulistrolch!

Im Fahrstuhlschacht
War Tortenschlacht.
Bald lagen all die bunten
Torten unten.
Alle haben gelacht.